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06.07.2019 - Wer sich in sozialen Netzwerken über eine Erkrankung informiert, darf nicht damit rechnen, nur wissenschaftlich korrekte Informationen zu erhalten. Im Gegenteil: Oftmals findet man bei Facebook & Co. „Fake News“ – also falsche Fakten, die mit seriöser Berichterstattung nur wenig zu tun haben.

Dass dies unter anderem auch Beiträge zum Prostatakrebs betrifft, zeigt eine aktuelle Studie. Darin wertete ein Team der kalifornischen Universität in Loma Linda insgesamt 50 Beiträge zu Prostata-, Blasen-, Nieren- und Hodenkrebs sowie zum PSA-Test aus, die besonders häufig in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Pinterest geteilt wurden. Dabei zeigte sich, dass sieben von zehn Beiträgen zum Prostatakarzinom, die sich vor allem mit Diagnose und Therapie befassten, entweder ungenau oder irreführend waren. Das heißt, sie widersprachen dem Stand der Wissenschaft bzw. hatten gar keine wissenschaftliche Basis oder sie beruhten zwar auf Fakten, interpretierten diese aber falsch.

Bei den anderen Erkrankungen sah es etwas besser aus, dennoch galt generell, dass die Beiträge mit wissenschaftlichen Falschaussagen durchschnittlich 54.000-mal geteilt wurden, solche mit korrekten Informationen aber nur 1.900-mal.

Somit verbreiteten sich die Fake News 28-fach häufiger. Um diesem Negativtrend entgegenzuwirken, wäre es wichtig, auch medizinische Leitlinien und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse vermehrt über soziale Medien zu verbreiten.