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13.10.2020 – Humane Papillomviren (HPV), insbesondere HPV 16 und HPV 18, verursachen verschiedene Tumorerkrankungen. Bei Männern sind dies häufig das Peniskarzinom und der Rachenkrebs. WissenschaftlerInnen des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (DKFZ) haben jetzt erstmals Antikörper gegen bestimmte Viruseiweiße gefunden, die als frühe Warnzeichen dienen können. Alle untersuchten Männer hatten noch keine Symptome einer Krebserkrankung und dennoch wurden die ForscherInnen bei 13 von ihnen im Antikörpertest fündig.

Tatsächlich kann in Deutschland fast die Hälfte der Rachentumoren auf HPV zurückgeführt werden – Tendenz weiter steigend. Ob dem Tumor eine HPV-Infektion zugrunde liegt, wirkt sich stark auf das Überleben aus. HPV-assoziierte Rachentumoren lassen sich zwar häufig erfolgreich therapieren. Die Behandlung kann aber bei größeren Tumoren zu Sprech- und Schluckproblemen sowie weiteren massiven Einschränkungen der Lebensqualität führen. Daher ist ein Test zur Früherkennung so immens wertvoll für die klinische Praxis. Je früher erkannt, desto geringer sind die Auswirkungen der Tumoren auf das Leben der betroffenen Männer.

Die DGMG erinnert in diesem Zusammenhang noch einmal daran, dass auch Jungen ab 9 Jahren gegen neun häufige HPV-Typen geimpft werden können. Dadurch lassen sich Genitalwarzen verhindern und am Ende sinkt auch das Risiko für Krebs im Rachenraum deutlich.

Fotonachweis: © Andrey Popov (fotolia#159798428)