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Männergesundheit ist ein individuelles und ein gesellschaftliches Thema. Demnach geht es darum, den einzelnen Mann anzusprechen, ihm die Verantwortung für die eigene Gesundheit nahe zu bringen und ihn bei deren Wahrnehmung zu stärken. Doch es geht ebenso um die Lebensbedingungen der Männer in unserer Gesellschaft. Diese gilt es zu beleuchten, Probleme aufzudecken und für deren Lösung einzutreten. Nur ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Ansprache des Einzelnen und der Thematisierung gesellschaftlicher Bedingungen ist der Sache angemessen und bringt die Männergesundheitsdiskussion voran.

Ziel der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. (DGMG) ist es, die gesundheitliche Situation von Männern zu verbessern. Unter Gesundheit verstehen wir gemäß der bekannten WHO-Definition das umfassende Wohlbefinden auf körperlicher, seelischer und sozialer Ebene. Die Anstrengungen der DGMG richten sich auf die Weiterbildung von Ärzten zu männerspezifischen Themen der Medizin und auf die Information der Männer zu unterschiedlichsten Gesundheitsthemen – aber auch der Frauen, die oft genug in ihrem sozialen Umfeld die „Gesundheitsbotschafter“ sind. Darüber hinaus möchte die DGMG die Gesamtgesellschaft für das Männergesundheitsthema sensibilisieren. Denn im Vergleich zur Frauengesundheit hinkt es, was den Forschungsstand, aber auch das Bewusstsein der Öffentlichkeit betrifft, um Jahre hinterher.

Die Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. hat sich 2006 gegründet und umfasst eine stetig wachsende Zahl an Mitgliedern, die sich vor allem aus niedergelassenen Ärzten zusammensetzt. Vorsitzender ist Professor Frank Sommer vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Er ist der einzige Lehrstuhlinhaber für Männergesundheit in Deutschland. Ein Ziel der DGMG war von Anfang an, die gesellschaftliche Thematisierung von Männergesundheit voranzutreiben. Sie knüpfte dabei ganz bewusst an eine im Jahr 2001 gegründete Initiative für einen bundesdeutschen Männergesundheitsbericht an. Dank der jahrelangen Beharrlichkeit und der Zusammenarbeit mit den anderen Initiativen im Bereich der Männergesundheit, der Stiftung Männergesundheit und dem sozialwissenschaftlich orientierten Netzwerk Männergesundheit, ist es nun gelungen, den Ersten Deutschen Männergesundheitsbericht vorzulegen.

Wir sehen diesen Bericht als einen Meilenstein. Er ist Beleg für den Weg, den die Männergesundheitsforschung in den vergangenen Jahren zurückgelegt hat. Er ist aber ebenso Ausblick und Anforderung an das, was noch vor uns liegt. Es ist ein weiterer Bewusstseinswandel notwendig – in der Forschung, der medizinischen Praxis, aber auch beim einzelnen Mann und in der gesellschaftlichen Wahrnehmung der Situation von Männern.

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