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„Der Penis ist so etwas wie die Antenne unseres Herzens“, sagt Professor Dr. Frank Sommer, weltweit einziger Lehrstuhlinhaber für Männergesundheit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Was genau bedeutet diese Aussage des Urologen?

Bei 54 Prozent der Fälle ist die Ursache von Erektionsstörungen eine Herz-Kreislauferkrankung. Oft liegen bei einer erektilen Dysfunktion Durchblutungsstörungen oder Gefäßverengungen vor, was das Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erhöht, denn die Gefäße im Penis sind nur halb so dick wie die im Herzen. Das bedeutet, dass sie als erstes verstopfen. Die Folgen von Erektionsstörungen dieser Art zeigen sich jedoch erst Jahre später. Für fast jeden zweiten Mann endet der folgende Infarkt tödlich. Werden jedoch die Gefäße im männlichen Geschlechtsorgan regelmäßig kontrolliert, kann der Arzt „voraussagen“, ob das Risiko für einen Herzinfarkt erhöht ist. Wenn das der Fall sein sollte, kann rechtzeitig reagiert werden.

Auch starkes Übergewicht, das die Herz-Kreislauf-Funktion gefährdet, führt zur Minderung der Potenz. Immer weniger junge Männer achten auf körperliche Aktivitäten oder Ernährungsgewohnheiten, was den Testosteronspiegel und damit die Libido schwinden lässt. Dagegen helfen: ein gesunder Lebensstil, eine ausgewogene Ernährung und sportliche Betätigung.

Zusammengefasst heißt das, dass Potenzprobleme auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen können. Geht „Mann“ frühzeitig zu einem Arzt und spricht über seine Problemzone, können Herzkrankheiten erkannt und behandelt werden, bevor es zu spät ist.

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