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Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) zählt in Deutschland etwa 67.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Im frühen Stadium der Erkrankung zeigen sich keine Symptome. Rechtzeitig erkannt, ist Prostatakrebs gut behandelbar und nicht lebensbedrohend.

Ab dem 40. Lebensjahr sollten Männer beim Urologen ihr persönliches Risikoprofil abklären. Am Anfang der Früherkennung steht eine ausführliche Anamnese, die beispielsweise auf Krebserkrankungen in der Familie, die eigene Ernährung, das Konsumverhalten, Sport und Bewegung eingeht. Beim Abtasten durch den Enddarm kann der Arzt Veränderungen der Prostata, etwa eine Verhärtung oder Verformung, feststellen. Die Ultraschalluntersuchung ist dazu eine gute Ergänzung, sie gibt Auskunft über Größe und Gestalt der Vorsteherdrüse.

Die Bestimmung des PSA-Werts (Prostataspezifischen Antigen) ist eine weitere Methode der Früherkennung, seine Aussagekraft ist jedoch begrenzt. Ein hoher PSA-Wert deutet auf eine Erkrankung der Prostata hin. Das PSA ist jedoch nicht nur bei einem Prostatakarzinom erhöht, sondern auch bei einer Prostatitis, einer gutartigen Prostata-Vergrößerung und selbst nach einem Samenerguss. Daher kann der Urologe den Wert nur im Verlauf und mit den zuvor erhobenen Angaben des Patienten sinnvoll interpretieren. Bei begründetem Verdacht wird der Arzt weitere Untersuchungen anordnen, beispielsweise eine Magnetresonanztomographie (MRT) beim Radiologen oder eine Entnahme von Gewebsproben (Biopsie). Bei allem Vertrauen zu ihrem Arzt kann es für Patienten oft auch sinnvoll sein, eine Zweitmeinung bei einem seiner Kollegen einzuholen.

Von Dr. med. Sigrid Tapken (Fachärztin für Urologie und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V.)

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