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Allgemein

09.11.2017 - Blumen für die Liebste zum Valentinstag. Ein Gruß für die Mutter zum Muttertag. Bloß nicht den Hochzeitstag vergessen. Diese Liste ließe sich wohl noch endlos so weiterführen, denn das Männerjahr ist voll mit Terminen und Dingen, an die Mann unbedingt denken muss.


78 bis 92 Prozent aller deutschen Männer zwischen 20 und 70 Jahren glauben, dass sie gesund beziehungsweise sehr gesund sind. Eine Fehleinschätzung! Denn zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr sterben drei Mal so viele Männer an einem plötzlichen Herztod wie Frauen.


Die häufigsten Gesundheitsprobleme des Mannes

  • Herzinfarkt
  • Prostata-Erkrankungen (gutartige Vergrößerungen und bösartige Veränderungen)
  • Erektionsstörungen
  • Adipositas

Brauchen wir eine Männermedizin? Unterschiede zwischen Männer- und Frauengesundheit

Es gibt Frauenheilkunde und Kinderheilkunde, aber es gibt keine Männerheilkunde. Mit der Universitätsprofessur Männergesundheit ist der erste Schritt getan, der auf die medizinischen Bedürfnisse bei Männern eingeht.
Männer lassen sich nur durch spezielle Motivationstechniken dazu bewegen, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Sie sind sehr stark Wettkampf orientiert. Ein Beispiel: Ich habe einen 29-jährigen Manager behandelt, der übergewichtig, müde und abgeschlagen war. Der Mann wog bei einer Körpergröße von 1,80 m über 120 kg. Mit diesem Mann sind wir den Weg der kleinen Schritte gegangen. Wir haben seine körperliche Aktivität nach und nach geändert. Zuerst haben wir ihm einen Schrittzähler gegeben. Damit hat er festgestellt, dass er am Ende des Tages bis zu 150 Schritte mehr gemacht hat. Das hat ihn motiviert, die Aktivitäten auszubauen.


Männergesundheit ist ein individuelles und ein gesellschaftliches Thema. Demnach geht es darum, den einzelnen Mann anzusprechen, ihm die Verantwortung für die eigene Gesundheit nahe zu bringen und ihn bei deren Wahrnehmung zu stärken. Doch es geht ebenso um die Lebensbedingungen der Männer in unserer Gesellschaft. Diese gilt es zu beleuchten, Probleme aufzudecken und für deren Lösung einzutreten. Nur ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Ansprache des Einzelnen und der Thematisierung gesellschaftlicher Bedingungen ist der Sache angemessen und bringt die Männergesundheitsdiskussion voran.


Vorsorgeuntersuchungen sind ein „Check-up“, vergleichbar mit dem „TÜV“ beim Auto. Wann der Zahnriemen ausgetauscht werden muss oder wann es Zeit für einen Ölwechsel ist, wissen viele Männer besser zu beantworten als die Frage, wie es um die eigene Gesundheit steht.
Oft hört man Sätze wie: „Warum sollte ich zum Arzt gehen und Untersuchungen durchführen lassen? Ich habe doch keine Probleme.“ Doch das ist nicht der Punkt. Worum es geht, ist Vorsorge. Ihr Auto bekommt schließlich auch nicht erst dann Winterreifen, wenn der Schnee bereits liegt.


Wichtige Gesundheitschecks:

Geschlechtsorgane

  • Tast-Untersuchung der Prostata, Abtasten der äußeren Geschlechtsorgane und umgebenden Lymphknoten*
  • Hodenuntersuchung (Tastuntersuchung*, Ultraschall als Vorsorge**)
  • Abklären von Potenzproblemen (IEEF-Fragebogen) – Check der Blutgefäße im Penis**

 


Wissen statt Glauben

Oft verursachen beginnende Krankheiten keine Schmerzen oder Beschwerden. Der Check beim Arzt hingegen bringt an den Tag, was im Verborgenen schlummert und schlimmstenfalls einschneidende Folgen für die gesamte Lebensqualität haben kann.
Die Gefahr ist keineswegs aus der Luft gegriffen, wie eine Gesundheitsstudie zeigte: Rund zwei Drittel der 8.500 Teilnehmer meinten dabei, kerngesund zu sein. Die ärztliche Untersuchung ergab jedoch ein ganz anderes Bild: Bei 45 Prozent wurde Bluthochdruck festgestellt, 44 Prozent hatten zu hohe Blutfettwerte. Elf Prozent litten an Diabetes melitus und sechs Prozent an Krebs. Weitere sechs Prozent hatten einen Herzinfarkt erlitten, ohne ihn bemerkt zu haben.

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